Siebdruck

Der Siebdruck oder auch Rotations-Siebdruck ermöglicht es, Designs mit reliefartigen Strukturen sowie Glimmer und Lack detailgetreu bei gleichbleibender Qualität und in höheren Stückzahlen zu produzieren. Von der Vorlage werden Separationen der einzelnen Ebenen und Farben angefertigt, welche auf ein feinmaschiges Gewebe übertragen werden. Ein Rakel drückt von innen die Druckfarbe durch das perforierte Rundsieb nach außen auf die Tapetenbahn. Anschließend läuft die Tapetenbahn durch einen Heizkanal, in dem die expandierenden Pasten ähnlich einem Hefekuchen aufgehen. Somit entsteht mittelstark bis stark strukturierte Oberfläche, welche Unebenheiten im Untergrund kaschiert und besonders plastisch wirken. Maximal stehen 9 Druckwerke (= 9 verschiedene Farben) zur Verfügung. Auch Sonderfarben wie Metallicfarben sind machbar. Da über Rundsiebe gedruckt wird, wiederholt sich das Muster alle 53cm oder 64cm – abhängig vom Umfang der Schablonen. Je nach Musteraufbau, wird die Tapete anschließend ansatzfrei oder im Versatz geklebt. Als Breiten bieten wir 53cm, 70cm oder 106cm an. Als Faustformel gilt: Je mehr Druckwerkzeuge, je größer der Umfang und je breiter die Siebe, desto teurer die Fix- und Rüstkosten. Je größer die Auflagenhöhe, desto günstiger die Rolle. In diesem anlageintensiven Druckverfahren werden zum Beispiel die Kollektionen Haute Couture und Omnia bei unserer Konzernmutter in Wiehl-Bomig für Architects Paper produziert.
Siebdruckwerk

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Siebdruck Schablonen

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Siebdruckanlage

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